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[[LIVESTREAM#GP]] Deutsche MotoGP 2022 I'm Live On 19 June 2022


🅻🅸🆅🅴►► Deutsche MotoGP 2022 I'm Live

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(Motorsport-Total.com) - Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia hat sich die Poleposition für das zehnte MotoGP-Rennen in der Saison 2022 gesichert. Der Italiener umrundete den Sachsenring in Deutschland mit 1:19.931 Minuten und hielt Weltmeister Fabio Quartararo (Yamaha) um 0,076 Sekunden in Schach. Die erste Startreihe komplettierte mit Johann Zarco (Pramac) ein weiterer Ducati-Fahrer.


"Ich bin happy", freut sich Bagnaia. "Morgen soll es ja sogar noch heißer werden. Im FT4 hatte ich ein gutes Gefühl, auch wenn es nicht einfach war, konstante Rundenzeiten zu fahren. Das haben aber alle Fahrer gesagt. Ich glaube aber, unser Potenzial an diesem Wochenende ist wirklich hoch."


Die Hitzewelle in Europa hatte auch den Sachsenring erreicht. Samstagnachmittag wurden 33 Grad Celsius Luft- und 50 Grad Celsius Asphalttemperatur gemessen. Auf den gut gefüllten Tribünen suchten die deutschen MotoGP-Fans unter Regenschirmen etwas Schatten.


Nachdem im vierten Training mit harten Reifen an der Rennpace gearbeitet wurde, kamen im Qualifying die weichen Hinterreifen von Michelin zum Einsatz, wobei der Großteil beim harten Vorderreifen blieb. Aufgrund der Hitze war kein neuer Rundenrekord möglich.


Bagnaia schaffte als einziger Fahrer eine 1:19er-Runde. Nach Jerez und Le Mans war es für den Italiener die dritte Poleposition in der laufenden Saison. Die Zeitabstände an der Spitze waren wie immer eng. Quartararo fehlten nur 0,076 Sekunden und Zarco lag auch nur 0,099 Sekunden zurück.


"Das Qualifying war wirklich zäh", merkt Quartararo an. "Mit dem ersten Reifen hatte ich ein bisschen Probleme. Der war irgendwie seltsam. Mit dem zweiten Reifen habe ich gepusht wie verrückt und es ist eine großartige Runde dabei herausgekommen. Unsere Pace für das Rennen sieht ganz gut aus. Unsere Ausgangsposition ist jedenfalls gut."


Aleix Espargaro zählte zu den Kandidaten für die Poleposition. Am Ende landete der Aprilia-Fahrer mit knapp zwei Zehntelsekunden auf Startplatz vier. Mit Rang fünf in der Mitte der zweiten Reihe setzte Rookie Fabio di Giannantonio (Gresini-Ducati) seinen Aufwärtstrend fort (Q2-Ergebnis).


Jack Miller qualifizierte sich als Sechster. Dem zweiten Ducati-Werksfahrer könnte noch eine Strafe drohen. Im vierten Training war er unmittelbar nach Aleix Espargaro in der Zielkurve gestürzt, während gelbe Flaggen geschwenkt worden sind (Die ganze Action im Ticker nachblättern!).


Als Siebter folgte Luca Marini (VR46-Ducati). Jorge Martin (Pramac-Ducati) rundete das gute Ergebnis für die italienische Marke als Achter ab. Sechs Desmosedici haben sich auf den ersten acht Startplätzen qualifiziert. Maverick Vinales (Aprilia) komplettierte als Neunter die dritte Startreihe.


Dahinter folgten in Reihe vier Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) und Joan Mir (Suzuki). Nakagami war der beste Honda-Fahrer. Durch einen Sturz am Ende von Q2 in Kurve 1 sorgte der Japaner für gelbe Flaggen. Das beendete die Zeitenjagd.


KTM-Schwäche im Qualifying dauert an

Im ersten Abschnitt sicherten sich zwei Ducati-Rookies die ersten beiden Plätze. Di Giannantonio stellte mit 1:20.307 Minuten Bestzeit auf. Er war um drei Zehntelsekunden schneller als sein italienischer Landsmann Bezzecchi.


Für KTM war einmal mehr in Q1 Feierabend. Das fünfte Rennen hintereinander brachte die österreichische Marke keinen Fahrer ins Q2. Miguel Oliveira hatte als Vierter 0,349 Sekunden Rückstand. Brad Binder folgte als Fünfter (Q1-Ergebnis). Das bedeutete die Startplätze 14 und 15.


Auch für Pol Espargaro war als Dritter in Q1 Feierabend. Für den Honda-Fahrer war es aber knapp, denn er verpasste die Bezzecchi-Zeit um lediglich vier Tausendstelsekunden. Teamkollege Stefan Bradl wurde Achter. Damit steht der Lokalmatador bei seinem Heimrennen auf Startplatz 18.


Enea Bastianini (Gresini-Ducati) spielte auf dem Sachsenring keine Rolle im Spitzenfeld. Der dreimalige Saisonsieger qualifizierte sich als 17. Abgesehen von Quartararo waren die restlichen Yamaha-Fahrer Andrea Dovizioso und Franco Morbidelli wieder weit hinten.


Alex Rins nahm nicht mehr am vierten Freien Training und am Qualifying teil. Der Suzuki-Fahrer hatte starke Schmerzen in der verletzten linken Hand. Um die Verletzung nicht zu verschlimmern, entschied er sich zum Rückzug. Kommendes Wochenende will er es in Assen wieder probieren.


Der Grand Prix über 30 Runden wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet (zur Startaufstellung).


Können Espargaro und Bagnaia die Lücke schließen?

Nach 45 Punkten in den letzten beiden Rennen in Mugello und Catalunya hat sich der Weltmeister von 2021, Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP™), fest als der Mann etabliert, den es 2022 zu schlagen gilt. Aleix Espargaro (Aprilia Racing) bleibt sein nächster Rivale, aber der Abstand zwischen ihnen ist auf 22 Punkte angewachsen, während der letztjährige Vizeweltmeister Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) 66 Punkte hinter dem Franzosen liegt, nachdem er in der ersten Kurve des Großen Preises von Katalonien gestürzt war. Glauben sie, dass sie auf dem Sachsenring und am folgenden Wochenende auf dem TT Circuit Assen Boden auf Quartararo gutmachen können?


A. Espargaro: "Ich habe das Gefühl, dass diese beiden Rennen sehr, sehr wichtig sind. Jetzt habe ich mehr als 30 Punkte auf den dritten Platz in der Meisterschaft, aber Fabio hat 22 mehr als ich. Ich hoffe, dass ich in diesen beiden Rennen eine gute Menge an Punkten erreichen kann, um in die Sommerpause zu gehen. Auf jeden Fall waren die ersten 10 Rennen für mich wie ein Traum. Ich werde versuchen, hier und in Assen um das Podium zu kämpfen, um eine gute Sommerpause zu haben, aber ich glaube, ich habe mir sowieso einen schönen Urlaub verdient!"


Bagnaia: "Letztes Jahr war die Mission, die Meisterschaft zu gewinnen, 70 Punkte in fünf Rennen zu holen, dieses Jahr habe ich 11. Der Ehrgeiz ist groß, ich weiß, wie groß das Potenzial ist. Fabio ist meiner Meinung nach im Moment der Beste auf der Strecke, weil er sein Motorrad perfekt beherrscht. Ich denke, wir können ein großer Gegner für ihn sein, und 66 Punkte zu holen ist im Moment nicht einfach, aber wir haben immer noch die Möglichkeit."


Quartararos mentale Umstellung zahlt sich aus

Man kann Quartararo nie ausschließen, aber es gibt auch keinen Zweifel daran, dass der Franzose seit den ersten Rennen der MotoGP™-Saison 2022 einen Gang höher geschaltet hat. Yamahas Techniker sind natürlich ständig auf der Suche nach Verbesserungen am YZR-M1-Paket, aber was hat 'El Diablo' getan, um sich so zu verbessern?


Quartararo: "Zu Beginn des Jahres war ich nicht wirklich bei der Sache, denn in Qatar und Argentinien würde ich sagen, dass ich mich zu sehr beschwert habe und in meinem Kopf war immer die Tatsache, dass die Höchstgeschwindigkeit viel langsamer ist als die der anderen. Aber in Austin habe ich beschlossen, mit dieser Mentalität aufzuhören, weil ich das ganze Jahr über das gleiche Motorrad haben werde, und einfach das Beste aus dem zu machen, was man hat. Im Grunde ist es ähnlich wie im letzten Jahr, und wir konnten wirklich tolle Rennen fahren, und ich denke, der Schritt, den ich in Austin mental gemacht habe, machte mich nicht motivierter, sondern konzentrierter."

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